Lisa und Karin gehen ins Kino

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Karin hat ihre Freundin Lisa schon lange nicht mehr gesehen und möchte einen Mädelsabend mit ihr machen, ohne Timo. Die beiden möchten ins Kino gehen und überlegen, welchen Film sie auswählen sollen.

Lisa:
Karin, wir hatten doch letzte Woche davon gesprochen, ins Kino zu gehen.
Ich habe also mal in die Zeitung geschaut und das Kinoprogramm durchgesehen. Hast du heute Abend Zeit?

Karin:
Ja, das ist eine gute Idee.
Wir waren schon so lange nicht mehr im Kino. Wenn der Film nicht zu spät zu Ende ist, können wir danach noch in die spanische Tapasbar gehen und ein Glas Wein trinken.

Welche Filme laufen denn?


Lisa:
Also, es gibt einen Actionfilm mit Bruce Willis ...


Karin:
Ohne mich, den Film musst du dir alleine anschauen!


Lisa:
Lass mich doch mal ausreden!
Es gibt auch noch eine Verfilmung eines französischen Romans. Ich glaube, du hast das Buch sogar gelesen. Warte, wie hieß der Film? Ja, genau: Willkommen in der Normandie.

Karin:
Willkommen in der Normandie?
Das Buch kenne ich nicht. Ah doch, ich erinnere mich. Das Buch hieß anders. Es hieß “Sommer in der Normandie”.

Es war so gut geschrieben, dass ich am liebsten sofort dorthin in Urlaub gefahren wäre.
Aber ich weiß nicht – sollen wir uns wirklich den Film dazu anschauen?

Lisa:
Warum denn nicht?


Karin:
Naja, erstens weiß ich schon, wie der Film ausgeht
und zweitens sind Buchverfilmungen meistens ziemlich schlecht.

Lisa:
Ach komm, das kann man nicht so verallgemeinern.
Nicht jeder Film, der auf einem Buch basiert, ist schlechter als das Original. Vielleicht liegt es daran, dass du dir die Darsteller auf eine bestimmte Art vorstellst und dann enttäuscht bist, wenn sie im Film anders aussehen.



Karin:
Ich weiß nicht, ob es das ist.
Ich glaube, es ist auch, weil viele Personen fehlen und alles so reduziert ist. Irgendwie habe ich immer höhere Erwartungen an einen Film, wenn ich das Buch bereits gelesen habe. In eineinhalb Stunden kann man eben keine 300 oder 400 Buchseiten packen.

Lisa:
Aber dafür hast du im Film schöne Landschaftsbilder, vor allem bei einer Verfilmung wie dieser.


Im Buch musst du dir die Landschaften selbst vorstellen.


Karin:
Ja, das stimmt.
Manche Dialoge wirken aber total gekünstelt, wenn sie von Schauspielern gesprochen werden. Im Buch, mit den ganzen Beschreibungen der Gefühle, wirkt das alles sehr intelligent und durchdacht.



Lisa:
Das kommt aber sehr auf den Regisseur an.
Und du musst zugeben, dass es viele gute Buchverfilmungen gibt. Zum Beispiel die beiden Filme, die wir vor ein paar Monaten gesehen haben. Die basierten auch auf Büchern.

Karin:
Ja, da hast du recht.
Ich glaube, wir sollten es einfach ausprobieren. Der Regisseur ist sehr berühmt und hat sicher eine gute Arbeit gemacht. Hat er nicht voriges Jahr für seinen letzten Film sogar den Oscar für den besten ausländischen Film bekommen?



Lisa:
Stimmt, das habe ich auch heute in der Zeitung gelesen.
Er heißt Claude Blanchet, oder? Sie haben einen kleinen Artikel über ihn gebracht, weil er vorgestern bei einem Filmfestival einen neuen Film präsentiert hat.

Dabei haben sie auch den Oscar aus dem letzten Jahr erwähnt.


Karin:
Er produziert anscheinend einen Film nach dem anderen.
Bei welchem Filmfestival war er denn?

Lisa:
Bei der Berlinale.


Karin:
Bisher haben mir alle Filme von Claude Blanchet gefallen.
Also ich setze den neuen Film auch auf meine Liste.

Lisa:
Warte erst einmal ab.
Heute Abend schauen wir den Film “Willkommen in der Normandie”, dann kannst du immer noch überlegen, ob du auch den nächsten Film sehen willst.

Auf jeden Fall bestelle ich gleich die Karten vor, damit wir nicht so lange an der Kasse anstehen müssen.
Wann fängt der Film an?

Karin:
Um 20.00 Uhr.
Dann müssen wir aber 20 Minuten vorher dort sein, sonst verkaufen sie unsere Karten weiter. Also sollten wir gegen 19.15 Uhr losfahren.

Lisa:
Das schaffen wir.
Da können wir sogar vorher noch mit Bruno Gassi gehen. So müssen wir uns danach mit dem Heimkommen nicht so beeilen.