Sport

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Leonie: Ich habe andauernd RĂĽckenschmerzen in der letzten Zeit. Ich glaube, ich arbeite zu viel.

Sarah:
Wie viele Stunden arbeitest du denn in der Woche?


Leonie
: Genau kann ich das gar nicht sagen, aber ich denke, es sind mindestens 50.
Oft nehme ich mir noch Akten aus dem BĂĽro mit nach Hause, weil ich die Arbeit in der normalen Arbeitszeit ĂĽberhaupt nicht schaffe.

Und dann ist das Ergebnis nicht nur, dass mein Mann genervt ist, weil ich keine Zeit habe, sondern auch, dass ich
andauernd RĂĽckenschmerzen habe. Ich kann ja nicht jeden Tag Tabletten schlucken.

Sarah
: Wenn du mit den Tabletten anfängst, hast du bald ein ganz anderes Problem.
Du solltest lieber an den Ursachen arbeiten. Warum ist denn bei dir auf der Arbeit die Situation gerade so angespannt? Das war doch nicht immer so, oder?

Leonie
: Nein, es ist erst, seit Maria schwanger ist
und wegen Komplikationen zu Hause bleiben muss. Wir suchen schon seit Wochen einen Ersatz fĂĽr sie. Sobald wir jemanden gefunden haben, wird es wieder besser.

Bis dahin aber mĂĽssen wir die Arbeit fĂĽr sie mit erledigen.


Sarah
: Wenigstens hört es sich nicht nach einem Dauerzustand an.
Machst du Sport?

Leonie
: DafĂĽr habe ich doch ĂĽberhaupt keine Zeit.
Früher bin ich viel gelaufen und Fahrrad gefahren. Ich war auch im Fitnessstudio angemeldet und bin zweimal pro Woche  hingegangen. Jetzt bin ich schon froh, wenn ich einmal pro Woche eine halbe Stunde spazieren gehe.

Sarah
: Vielleicht solltest du aber darĂĽber nachdenken, dir dennoch die Zeit zu nehmen
und wenigstens jeden Tag eine kleine Runde zu drehen. Es muss ja nicht gleich ein Halbmarathon sein. Entschuldige, wenn ich das so deutlich sage, aber du scheinst auch nicht besonders fit zu sein.

Als wir vorhin die Treppe hochgelaufen sind, warst du ziemlich auĂźer Atem.


Leonie
: Ich weiĂź.
Ich merke es ja selbst. Ich ertappe mich sogar manchmal dabei, dass ich, wenn ich in den dritten Stock hochlaufen muss, kurz ĂĽberlege, ob ich den Aufzug nehmen soll.

Dann aber weise ich mich selbst zurecht
und sage mir, dass ich noch keine alte Frau bin. Welchen Sport machst du denn?

Sarah
: Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio
und fahre Mountainbike mit einem Freund zusammen. Wir haben vor, nächstes Jahr im Sommer mit dem Fahrrad von München nach Venedig zu fahren. Da muss ich schon noch trainieren, sonst schaffe ich das nicht.

Leonie
: Wie toll!
Das muss ein fantastisches Erlebnis sein! Aber für mich wäre das nichts. Viel zu anstrengend.

Sarah
: So eine Gewalttour musst du ja auch nicht machen.
Aber gehe doch wenigstens ein- oder zweimal pro Woche ins Fitnessstudio.

Dort kannst du aufs Laufband, auf den Ergometer, an die Geräte oder an Kursen teilnehmen.




Leonie
: Was kostet dein Studio im Monat?


Sarah
: Ich zahle momentan 50 Euro pro Monat, weil es dort  vor einigen Monaten
eine Rabattaktion mit einem Nachlass von 10 Euro auf den Monatspreis gab.

Normalerweise kostet es 60 Euro.


Leonie
: Aber 60 Euro pro Monat ist schon ganz schön teuer, wenn man nur ein- oder zweimal pro Woche hingeht.


Und öfter schaffe ich es beim besten Willen nicht.


Sarah
: Kennst du Online-Fitnessstudios?


Leonie
: Nein, was ist das?


Sarah
: Online-Fitnessstudios sind Anbieter im Internet, die Kurse, wie sie im Fitnessstudio angeboten werden, gefilmt haben


und dann auf ihrer Webseite ins Internet stellen.
Dann kann jeder, der sich für das Programm angemeldet hat, an diesen Kursen teilnehmen. Da du das zu Hause machen kannst, entfallen die Anfahrtswege. Das spart Zeit. Und außerdem sind diese Online-Fitnessstudios viel billiger. Sie kosten manchmal nur 50 bis 100 Euro pro Jahr. Du kannst dir dort sogar dein persönliches Programm zusammenstellen lassen.

Leonie
: Das hört sich interessant an.
Und wie wird kontrolliert, ob  ich das Programm auch abarbeite?

Sarah
: Naja, dafĂĽr bist du selbst verantwortlich.
Aber du hast einen Plan. Du kannst dich jeden Tag per Mail daran erinnern lassen, dass du eine Sporteinheit hast.

Das Gute ist, dass du alles an deine BedĂĽrfnisse anpassen kannst.
Wenn du nicht viel Zeit hast, machst du eine kurze Einheit. Wenn du Rückenschmerzen hast, machst du eine Einheit aus der Rückenschule. Bei mehr Zeit machst du eine lange Einheit und wenn du Entspannung brauchst, dann suchst du dir eine Einheit aus dem Yogabereich oder eine Meditation aus. Alles wird dann in deinem persönlichen Plan gespeichert, so dass du immer weißt, was du schon gemacht hast

und was du als nächstes machen solltest.
Ich finde das Konzept ziemlich gut.

Leonie
: Du hast recht.
Kannst du mir bei Gelegenheit mal einige Anbieter heraussuchen?

Sarah
: Kein Problem, ich frage meinen Mann.
Oskar hat neulich Tage damit zugebracht, diese Online-Fitnessstudios zu testen. Er hat sich dann letztendlich fĂĽr eines entschieden. Ich frage ihn mal danach. Nein, weiĂźt du was? Ich habe eine viel bessere Idee. Was machst du denn am Freitagabend?

Leonie
: Bis jetzt noch nichts.
Mein Freund ist die ganze Woche in London und kommt erst am Samstag wieder. Warum?

Sarah
: Warum kommst du dann nicht zum Abendessen zu uns?
Dann kann Oskar dir das selbst erklären und dir die Webseiten zeigen.

Vielleicht bringst du gleich deine Sportsachen mit, dann könnt ihr direkt alles ausprobieren.


Leonie
: Oh, ich glaube, jetzt wird es wirklich ernst.
Gut, dann komme ich am Freitag zu euch. Gegen 19 Uhr? Danke fĂĽr die Einladung! Ich freue mich.

Sarah
: Ja, gegen 19 Uhr passt.
Ich rufe gleich Oskar an und sage es ihm. Wir sehen uns dann am Freitag. Und vergiss  deine Sportsachen nicht! Wir akzeptieren keine Ausreden!