Wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen!

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Andrea: Hallo Katharina, wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen! Wie geht es dir denn? Erzähl mal, gibt es bei dir etwas Neues?

Katharina:
Hallo Andrea, schön, dass wir uns mal wieder treffen!
Was soll ich dir erzählen, zu Hause und in der Firma ist es immer dasselbe.

Andrea:
Komm, das kann nicht sein.
Du hast bestimmt Neuigkeiten! Ist nicht dein Sohn gerade bei euch zu Besuch? Er hat doch diese Frau aus – ach, ich weiß nicht mehr, woher sie ist – geheiratet.

Katharina:
Ach, darüber kann ich dir wirklich viel erzählen.


Ja, du hast recht, seine Frau ist keine Deutsche.


Andrea:
Spann mich nicht auf die Folter.
Woher kommt sie?

Katharina:
Sie heiĂźt Ines und kommt aus Spanien.
Sie war vorher noch nie in Deutschland. Mein Sohn hat sie vor drei Jahren während seines Erasmus-Jahres in Valencia kennengelernt. Und später, nach seinem Studium, hat er doch angefangen, bei Airbus in Madrid zu arbeiten.

Witzigerweise arbeitet Ines auch dort.
So haben sie sich zufällig wiedergetroffen. Naja, und letztes Jahr haben sie dann in Spanien geheiratet.

Andrea:
Und wart ihr auch dort?


Katharina:
Ja natĂĽrlich!
Es war ein großartiges Fest. Es waren etwa 100 Gäste. Die Nationalitäten waren bunt gemischt, weil sowohl Ines als auch Maximilian, mein Sohn, einen bunt gemischten Freundeskreis haben.

Sogar meine Eltern, die ja wirklich nicht mehr die JĂĽngsten sind, sind mit nach Spanien geflogen!


Andrea:
Das klingt ja super!
Also, Ines war noch nie in Deutschland. Was unternehmt ihr jetzt mit ihr? Ich vermute, ihr wollt ihr ein bisschen etwas von Deutschland zeigen?

Katharina:
Auf jeden Fall.
Sie ist erst seit vorgestern hier und bleibt noch mindestens vier Wochen. Daher haben wir noch keinen genauen Plan. Aber MĂĽnchen steht auf jeden Fall auf dem Programm.

Andrea:
Das ist eine sehr gute Idee.
München ist wirklich schön, und es gibt viele Sehenswürdigkeiten und Museen. Im Museum Brandhorst ist momentan eine sehr interessante Ausstellung.

Dabei geht es um die besten Pressefotos der letzten Jahre
und die Geschichten dahinter – und in der Alten Pinakothek auch. Und ihr müsst unbedingt auf den Olympiaturm. Von dort aus habt ihr bei schönem Wetter einen fantastischen Blick bis zu den Alpen.

Katharina:
Das sind tolle Vorschläge!
Neuschwanstein steht ebenfalls auf dem Programm. Hoffentlich erwischen wir einen Tag, an dem nicht so viele Touristen dort sind. Wir haben keine Lust, stundenlang an der Kasse anzustehen.

Andrea:
Dann fahrt doch an einem Mittwoch oder Donnerstag hin.


Wir waren vor drei Wochen mittwochs  dort und es war fast nichts los.


Katharina:
Das ist eine gute Idee, Andrea.
Aber was ich dich schon lange fragen wollte: Was macht eigentlich dein Plan, ein kleines Häuschen auf dem Land zu kaufen?



Andrea:
Um ehrlich  zu sein, habe ich mich in den letzten Monaten kaum darum gekümmert.
Das Problem ist, dass Häuser in schönen Gegenden ziemlich teuer sind. Wir hatten auch schon überlegt, ins Ausland zu gehen, zum Beispiel nach Italien oder Spanien, aber

dort ist es uns im Sommer zu heiĂź.
Andererseits ist unser Haus hier jetzt zu groĂź, da unsere drei Kinder ausgezogen sind.

Katharina:
Wo wohnen sie jetzt?
Studieren die beiden JĂĽngeren noch?

Andrea:
Ja, die Jüngste studiert Sozialpädagogik in Hamburg.
Jana hat dort auch ihren derzeitigen Freund kennengelernt und bleibt vermutlich nach dem Studium dort. Hannes, unser mittlerer Sohn, studiert Fahrzeugelektronik in Stuttgart, möchte aber nach München wechseln, um

dort noch sein Masterstudium zu machen.
MĂĽnchen ist aber wahnsinnig teuer. Die Wohnungen und Zimmer sind praktisch unbezahlbar.

Katharina:
Vielleicht habe ich da eine Idee.
Eine Freundin von mir – du kennst sie vielleicht von meiner Geburtstagsfeier, Claudia – wohnt in München

und vermietet immer wieder ihre kleine Einliegerwohnung an Studenten.
Ich könnte sie fragen, ob die Wohnung frei ist beziehungsweise ab wann sie wieder frei verfügbar ist. Vielleicht würde das ja euer Wohnungsproblem lösen.

Andrea:
Das wäre wirklich super!
Claudia, Claudia ... Ja, ich glaube, das war die mit den braunen halblangen Haaren, richtig? Könntest du mir ihre Telefonnummer oder ihre Mail-Adresse geben?

Katharina:
Ja natĂĽrlich.
Oder machen wir es so. Ich rufe sie heute Abend an, erzähle ihr von dir und vom Problem deines Sohnes und gebe ihr deine Kontaktdaten.

Sie kann mir sicherlich auch schon etwas dazu sagen.
Sobald ich etwas weiĂź, melde ich mich wieder bei dir. Du wirst sehen, das klappt bestimmt!

Andrea:
Vielen Dank!
Katharina, es war toll, dass wir uns getroffen haben. Wir müssen unbedingt mal zusammen etwas trinken gehen. Sich immer nur auf diese zufälligen Treffen zu verlassen ist nicht die beste Option.

Katharina:
Du hast recht.
Wollen wir gleich für das kommende Wochenende etwas ausmachen? Vielleicht am Samstagabend um 19.30 Uhr beim neuen Italiener an der Seestraße? Dann bringe ich meinen Sohn und seine Frau mit. Das wird sicher ein schöner Abend.



Andrea:
Sehr gerne!
Ich bespreche das mit meinem Mann und melde mich spätestens heute Abend bei dir. Bis später dann!

Katharina:
Bis später!