A2 – Lektion 2 – Die ersten Tage im neuen Umfeld

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Lisa und Julian sind nach Freiburg gezogen und haben sich schon ein bisschen eingelebt. Julian hat schon einige Tage gearbeitet, Lisa war schon an der Universität. Jetzt versuchen sie, auch ihren restlichen Alltag zu organisieren. Sie suchen Freizeitmöglichkeiten und haben eine Diskussion wegen der Haushaltspflichten.

Julian: Lisa, wir wohnen jetzt schon zwei Wochen hier in Freiburg
und waren noch nicht im Fußballstadion. Du weißt, dass Freiburg in der Bundesliga spielt? Das ist eine Tragödie!

Lisa: Klar weiß ich das.


Aber du weißt auch, dass
mich Fußball absolut nicht interessiert. Ich komme nur dir zuliebe manchmal mit. Ich suche viel eher einen Literaturverein , weil ich schon seit Wochen nicht mehr gelesen habe.

Julian: Fußball nicht interessant?
Ach ja, Lesen ist die spannendste “Sportart” der Welt!

Lisa: Ich würde mich auch gerne für einen Sprachkurs anmelden.
Am liebsten Spanisch , weil wir doch so oft nach Spanien fahren. Ich glaube, dass es auch in Freiburg eine Volkshochschule gibt. Oder ich schaue mal, welche Kurse die Uni anbietet.

Julian: Ich finde Spanisch auch gut
, weil so viele Menschen auf der Welt Spanisch sprechen.

Aber wenn du den Spanischkurs an der Uni belegst
, kann ich nicht teilnehmen, oder? Ich bin ja kein Student.

Lisa: Ach, du willst auch teilnehmen?!
Das habe ich nicht gewusst , weil du immer sagst, dass du kein Sprachtalent hast. Das stimmt , an einem Unikurs kannst du nicht teilnehmen , weil du dort nicht studierst. Aber wir können ja an eine Sprachschule oder an die Volkshochschule gehen.

Julian: Dann müssen wir aber einen Abendkurs suchen
, weil ich – im Gegensatz zu dir – tagsüber arbeiten muss.

Lisa: Was soll denn das jetzt heißen?
Ich studiere, das ist auch Arbeit , nämlich geistige Arbeit! Außerdem kümmere ich mich um den Haushalt.

Da könntest du ruhig auch mal ein bisschen helfen, mein Lieber.


Julian: Ja, das stimmt.
Das tut mir echt Leid. Ich bin ein wenig nachlässiger geworden , weil ich mich auf die neue Arbeit konzentrieren muss. Wir können ja wieder einen Haushaltsplan machen , wenn dir das lieber ist.

Lisa: Das ist eine gute Idee.
Wir könnten samstags immer das Bad putzen , freitags immer die Küche. Zweimal pro Woche Staub saugen und einmal pro Woche waschen und bügeln , vielleicht immer dienstags. Dienstags ist perfekt , weil ich da nur bis 14 Uhr Vorlesungen hab.

Julian: Aber wir waschen nicht jeden Samstag das Auto, oder?
So deutsch sind wir dann doch nicht.



Lisa: Nein, natürlich nicht.
Wir haben samstags sowieso wenig Zeit.

Julian: Ach was?
Wieso? Das Bad zu putzen dauert doch nicht lange.

Lisa: Nein, sicher nicht.
Aber Samstag ist Wochenende und wir können so viel unternehmen. Es ist nicht weit nach Frankreich. Außerdem gibt es viele Wanderwege in der Umgebung. Und nach Basel müssen wir unbedingt fahren , weil es dort ganz viele berühmte Museen gibt.

Julian: Ach wirklich?
Na dann haben wir ja schon mal gut zu tun. Wollen wir diesen Samstag nach Basel fahren? Hast du Lust?

Lisa: Das geht leider nicht
, weil am Samstag Abend unsere Einweihungsfeier ist.

Hast du das schon vergessen?
Davor müssen wir noch schnell nach Frankreich fahren , weil es dort so tolle Kleidung gibt. Ich will mir  unbedingt eine neue Jacke kaufen.

Julian: Ja, das machen wir!
Essen die Franzosen eigentlich wirklich Schnecken?

Lisa: Ja, das habe ich auch schon mal gehört!
Wie wäre es , wenn wir in Frankreich mal nachfragen , ob das wirklich stimmt? Vielleicht probiere ich auch mal eine.

Julian: Du?
Meine Schnecke* isst Schnecken? Das ist ja verrückt!