A2 – Lektion 4 – Der Diebstahl

 
Lisa und Julian sind in der Freiburger Innenstadt unterwegs. Die beiden erledigen Einkäufe in der Fußgängerzone und auf dem Markt. Im dritten Geschäft bemerkt Lisa, dass ihr Portemonnaie verschwunden ist. Die beiden vermuten, dass jemand das Portemonnaie gestohlen hat und überlegen, was sie nun machen müssen.

Julian: Was ist los, Lisa?
Du bist ja ganz bleich im Gesicht!

Lisa: Julian, ich finde mein Portemonnaie nicht.
Hast du es vielleicht?

Julian: Ich?
Nein, du hast doch deine Handtasche dabei. Ist es nicht dort drin?

Lisa: Nein, eben nicht.


Ich habe schon überall geschaut, als ich gerade bezahlen wollte.


Julian: Bleib ganz ruhig und sieh noch mal genau nach.
Vielleicht ist es zwischen deinem Schminkzeug? In den Tiefen deiner Tasche ist schon einiges verschwunden!

Lisa: Nein, ich habe überall geschaut.
Kannst du mir bitte helfen? Vielleicht findest du es …

Julian: Okay okay, bleib ganz ruhig!
Ist der Reißverschluss der Tasche offen gewesen? Denkst du, jemand hat es dir gestohlen? Hast du es vielleicht verloren oder irgendwo liegen lassen?

Lisa: Mhm… Normalerweise schließe ich meine Handtasche immer.


Aber ich weiß es nicht mehr genau.
Da waren so viele Leute  und es war so hektisch. Wir waren doch vorhin im Sportladen. Dort habe ich noch bezahlt. Im Stadtzentrum war so viel los.

Julian: Jemand hat dich auch angerempelt, oder?
Wahrscheinlich ist es dort passiert.

Lisa: Oh ja, das kann sein!
So ein Mist!

Julian: Was machen wir jetzt?
Zuerst müssen wir den Diebstahl bei der Polizei melden. Am besten gehen wir persönlich hin. Und dann rufen wir die Notfallnummer der Bank an und lassen die Kreditkarte und die Bankkarte sperren.



Lisa: Ja, aber wir müssen auf jeden Fall die Bank und auch die Krankenkasse anrufen!
Oh Gott… Was mache ich, wenn ich mein Portemonnaie nicht wiederfinde? Und mein Ausweis war auch im Portemonnaie!

Julian: Und wie viel Bargeld war drin?


Lisa: Oh ich weiß es nicht genau, vielleicht so 30 Euro.
Als ich gemerkt habe, dass das Portemonnaie nicht mehr da ist, hatten wir ja schon fast alles gekauft.

Julian: Naja, 30 Euro sind 30 Euro.
Das ist halb so schlimm. Hattest du deinen Führerschein auch im Portemonnaie?

Lisa: Nein, zum Glück liegt er im Auto, im Handschuhfach.


Dort habe ich ihn rein gelegt, als wir heute früh losgefahren sind.


Julian: Na gut, Glück im Unglück!
Also, dann gehen wir erst zur Polizei und erstatten Anzeige.

Vorher rufen wir die Bank an, um die Karten noch rechtzeitig sperren zu lassen.


Lisa: Hoffentlich ist es dafür nicht zu spät.
Wenn wir dann zu Hause sind, kümmere mich um einen neuen Ausweis.

Julian: Wir haben also viel zu tun.
Wollen wir dann Michael und Susanne für heute Abend absagen? Ich glaube nicht, dass wir das alles schaffen.

Lisa: Du hast recht.
Vielleicht können wir den Besuch auf morgen Abend verschieben. Ich rufe sie gleich an. Ich muss Susanne sowieso erzählen, was mir passiert ist.

Julian: Oh, ihr Frauen!
Gut, dass ihr immer etwas zu erzählen habt!