B1 – Lektion 2 – Das hat sich gelohnt!

QUESTIONS ABOUT THE LESSON? Ask them in our Slack community in the #level-b1 channel!

 
Timo und Karin schwelgen in Erinnerungen. Mit ihrem Hund Bruno waren sie im Urlaub. Sie waren zuerst in Kitzbühel und dann im Tannheimer Tal. Sie haben sogar ein paar Schlösser in Bayern besucht. Die beiden sprechen über ihre ereignisreiche Zeit und über Timos peinliches Missgeschick während einer Schlossbesichtigung.

Timo: Hey Karin, ich finde das war ein toller Urlaub!
Es war eine gute Idee ins Tannheimer Tal zu fahren. Die Skier dürften damit eingeweiht sein.

Karin: Finde ich auch.


Das hat sich doch richtig gelohnt.
Ich bin noch nie so viel Ski gefahren und gerodelt. Das war der Wahnsinn. Zum Glück hat mit Bruno alles geklappt. Bruno durfte fast in jedes Restaurant mit. Ich hatte mir einen Urlaub mit Hund viel schwieriger vorgestellt.

Timo: Ja, wir konnten ihn wirklich problemlos überall mitnehmen.
Manchmal hat er sogar eine Schüssel Wasser oder eine Kleinigkeit zum Fressen bekommen. Das war wirklich ein besonderer Service. Und nachdem er die Schüssel Wasser leer getrunken hatte , hat er im Restaurant unter dem Tisch eine Runde geschlafen und niemanden gestört.

Die Leute waren auch richtig angetan von Bruno.
Er ist ja auch unwiderstehlich. Man sagt ja “Wie der Hund, so das Herrchen” haha!

Karin: Das  ist richtig.
Manchmal süß und lieb , aber auch faul und stur!

Timo: Okay, 1: 0 für dich, Karin!
Es war echt nur doof , dass Hunde in den Schlössern nicht erlaubt waren und Bruno im Auto warten musste. Das war bestimmt ganz schön langweilig für ihn.

Karin: Ja das tat mir echt Leid.
Armer Bruno. Ich konnte mich gar nicht auf die Besichtigungen konzentrieren , da ich immer daran denken musste , wie er allein im Auto wartet.



Timo: Aber es war doch interessant Karin.
Ich fand Lindnerhof am besten! Schloss Neuschwanstein war auch schön , aber dort wurde man nur so durch die Besuchermassen geschoben. Viel zu viel los dort. Ich fand das sehr unangenehm.

Karin: Unangenehm?
Das war unerträglich. Ich war ohnehin gestresst wegen dem armen Bruno , aber diese Menschenmasse hat mich zusätzlich genervt. Ich war wirklich froh , als es vorbei war. Da war Lindnerhof eine wunderschöne , ruhige Abwechslung. Und es war ziemlich lustig , dass du dich dort verlaufen hast.



Timo: Du weißt, wie schlecht mein Orientierungssinn ist, Karin.
Sei froh, dass deiner so reibungslos funktioniert.

Karin: Ja ich weiß, es ist nicht lustig.
Aber die Tatsache , dass du etwa fünf Mal kreuz-und-queer durch das Schloss gewandert bist , trotz Karte nicht herausgefunden hast und am Ende von den Mitarbeitern herausgeführt werden musstest , ist schon etwas witzig. Bitte verzeih mir!

Timo: Ja, also nach dieser Aktion kann ich mich dort als Schlossführer bewerben.
Schließlich kenne ich jetzt jede Ecke.

Dass du aber auch nicht nach mir gesucht hast, Karin!


Karin: Naja, mir hat es dort gefallen.
Ich war total vertieft, alles zu entdecken. Eigentlich ist es schade um das Schloss Neuschwanstein. Ich hätte gerne mehr über die historischen Hintergründe gewusst.

Timo: Das ist ja kein Problem.
Ich habe die Broschüren mitgenommen. Warte kurz... Also... Hier steht, dass die ersten Planungen von Neuschwanstein von König Ludwig II bereits 1867 gemacht wurden. Im September 1869 wurde dann mit dem Bau begonnen.



Karin: Wow, dann ist das Schloss schon über 150 Jahre alt!
Es kostet sicherlich ein Vermögen , das alles zu erhalten. Hast du die Gerüste gesehen? Auch jetzt wird an einem Turm schon wieder gebaut. Warum hat Neuschwanstein eigentlich diese romantische Form mit den vielen Zinnen und Türmchen? Wird das auch in deiner Broschüre beschrieben?

Timo: Ja, das Schloss wurde nach Plänen des Königs
als sein Privatschloss gebaut. Daher war es kein Schloss , das zeigen sollte, wie mächtig ein König war , sondern konnte nach persönlichen Vorstellungen gestaltet werden.

Bevor aber die Bauarbeiten beendet wurden
, war der König schon verstorben. Also hatte er gar nichts mehr von seinem wunderschönen Schloss.

Karin: Oh!
Aber glücklicherweise kann man das Schloss ja besichtigen. So haben wenigstens die Besucher etwas davon. Ich habe gelesen , dass jedes Jahr etwa 1,4 Millionen Menschen Neuschwanstein besichtigen.

Timo: Wow!
Denk mal drüber nach… Das sind am Tag fast 4000 Menschen. Kein Wunder, dass es so überfüllt war. Hier steht übrigens noch , dass Neuschwanstein auch auf einer Zwei-Euro-Gedenkmünze veröffentlicht ist.

Nachdem vor fast 20 Jahren der Euro eingeführt worden ist
, gibt es inzwischen jedes Jahr eine Zwei-Euro-Münze mit einer Sehenswürdigkeit aus jeweils einem deutschen Bundesland. Und das Bundesland Bayern hat eben Neuschwanstein als Motiv.

Karin: Wow, echt cool!
Jetzt erinnere ich mich : ich hatte auch schon Münzen anderer Bundesländer im Geldbeutel. Vielleicht könnten wir in den nächsten Monaten einmal darauf achten und diese Münzen aufheben. Und nach dem Sammeln könnten wir in den nächsten Jahren jede abgebildete Sehenswürdigkeit besuchen.

Was hältst du davon?


Timo: Haha, das ist eine lustige Idee!
Wir folgen den Münzen quer durch Deutschland!