B1 – Lektion 3 – Sehr geehrte Damen und Herren!

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Karin und Timo kontrollieren ihre Kreditkartenabrechnung und stellen fest, dass ein Betrag nicht korrekt abgerechnet ist.

Also diskutieren sie darüber, wie sie weiter vorgehen sollen.
Schließlich schreiben sie eine Beschwerde an die Kreditkartengesellschaft.

Karin:
Timo, ich glaube die Post war gerade da!
Könntest du mal rausgehen und nachsehen? Ich kann nicht, weil ich mich gerade geduscht und mir noch nicht die Haare geföhnt habe.

Timo:
Jap, du hast recht, die Post ist schon da.
Unsere Kreditkartenabrechnung ist auch dabei. Die Zahlungen sind bestimmt schon abgebucht worden. Ich hoffe, ich finde mich mit den Belegen zurecht. Wir haben ja ziemlich viel mit der Kreditkarte bezahlt.



Karin:
Schauen wir uns die Abrechnung doch zusammen an.
Also, hier sind die Tankquittungen. Die stimmen jedenfalls. Hier ist eine Quittung aus dem Supermarkt, weil wir doch das eine Mal nicht genügend Geld dabei hatten. Was ist das? Modeparadies Sibylle? Timo, was hast du dir denn da gekauft? Ein neues Kleid?

Timo:
Haha sehr lustig Karin, du machst wohl Witze!
Warum sollte ich mir im Modeparadies Sibylle etwas kaufen?

Karin:
Ohja Timo.
Klar doch! Nächste Woche ist unser Jahrestag und du hast mir etwas gekauft! Das ist so lieb von dir! Es tut mir leid, dass aus der Überraschung wohl doch nichts wird, aber trotzdem danke!

Timo:
Entschuldige, dass ich dich enttäuschen muss, aber ich habe wirklich nichts gekauft.


Vermutlich hast du dir etwas gekauft
und wolltest es mir verheimlichen. Daraus wird nichts Schatz, weil früher oder später sowieso alles ans Licht kommt. Du siehst, dass du so etwas nicht heimlich machen kannst, weil ich es am Ende sowieso merke.

Karin:
Soll das heißen, du hast unseren Jahrestag mal wieder vergessen?
Wie enttäuschend… Und warum muss ich dich jedes Mal fragen, wenn ich mir etwas kaufen will? Du interessierst dich sowieso nicht dafür, was ich anhabe. Also kann ich doch kaufen, was ich will, weil du es doch sowieso nicht merkst.

Timo:
Das habe ich doch gar nicht gesagt, Liebes.


Ich vergesse unseren Tag doch nicht.
Lass uns nicht streiten. Hast du jetzt im Modeparadies Sibylle etwas gekauft oder nicht?

Karin:
Nein, wirklich nicht.
Ehrenwort! Du hättest es doch gemerkt, weil wir die ganze Zeit zusammen waren. Da ich definitiv nichts gekauft habe und du wohl auch nicht, stimmt etwas mit der Abrechnung nicht. Wir  müssen uns beschweren. Ich hole mir ein Blatt Papier, dann können wir gleich den Beschwerdebrief schreiben.

Timo:
Den Brief?
Schatzi, heutzutage macht man das per Email. Ich mache das! Also… “Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben heute unsere Kreditkartenabrechnung erhalten und mussten leider feststellen, dass darin ein Fehler vorliegen muss.

Auf der Abrechnung ist eine Abbuchung in Höhe von
95,30 € durch das Modeparadies Sibylle aufgeführt.” Und weiter?

Karin:
Oh guck mal!
Hier steht, dass das Modeparadies Sibylle in Hannover ist! Das wird ja immer komischer! Da waren wir ja nie!

Timo:
Das ist mir auch gerade aufgefallen!
Also… Dann schreiben wir weiter. “Zum Zeitpunkt der Abbuchung waren wir in Kitzbühel, weil wir dort unseren Urlaub verbracht haben. Da der Einkauf im Modeparadies Sibylle in Hannover also nicht von uns getätigt wurde bitten wir Sie, uns den abgebuchten Betrag in Höhe von 95,30 € wieder gutzuschreiben.

Wir bedanken uns schon jetzt im Voraus für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen. Timo Schaller.” Meinst du, dass das so reicht?

Karin:
Ja klar, das reicht.
Es steht ja alles drin. Ich denke, wir müssen einen richtigen Antrag auf Rückerstattung stellen oder Anzeige erstatten. So war das jedenfalls damals bei meiner Freundin. Aber wir werden ja sehen, was zu tun ist, wenn die Bank  zurückschreibt. Jetzt heißt es geduldig sein. Aber ich würde schon gerne wissen, wer in unserem Namen beim Modeparadies Sibylle eingekauft hat…



Timo:
Ich glaube, das werden wir nie erfahren.
Aber Hauptsache, wir bekommen das Geld wieder.