B1 – Lektion 6 – Wie soll es weitergehen?

 
Timo hat Glück gehabt! Endlich hat er eine neue Arbeitsstelle gefunden, die er schon bald antreten kann. Allerdings stehen Veränderungen an, denn die neue Firma hat ihren Sitz in Heidelberg. Für das junge Paar ist es damit an der Zeit, sich über die Zukunft Gedanken zu machen.

Wie soll es weitergehen?


Timo: Karin, ich habe eine Email von der Firma Meyer und Söhne bekommen ….
Es ist eine Zusage!!! Wow, kannst du es glauben? Das ging ja schnell!

Karin: Was? Wirklich?
Das ist ja der Wahnsinn! Was schreiben sie? Lies doch mal vor!

Timo: Sie schreiben, dass ich zum Ersten des übernächsten Monats bei Ihnen anfangen könnte zu arbeiten.
Wie aufregend! Hm, Heidelberg ist schon etwas weit weg. Vielleicht werde ich mir ein Auto kaufen. Mit dem Zug zu pendeln wäre wahnsinnig.

Wir müssen also überlegen, wie es jetzt weitergehen soll.
Was meinst du?

Karin: Pendeln kommt gar nicht in Frage, Timo!
Wir werden uns auf jeden Fall eine neue Wohnung dort suchen. Du wirst bestimmt nicht jeden Tag 100 km mit dem Auto fahren und mit dem Zug erst recht nicht…

Timo: Das stimmt schon, aber dann müssen wir hier alles aufgeben, was wir uns in den letzten Jahren aufgebaut haben.


Unsere Wohnung, Freunde
und meine Eltern werden traurig sein, wenn wir nicht mehr in der Nähe wohnen.

Karin: Jetzt stell dich nicht so an, Timo!
So ist das Leben. Leben ist immer Veränderung. Dafür aber haben wir es von Heidelberg zu meinen Eltern nicht mehr so weit. Und wir können unsere Freunde auch in Zukunft sehen. Wir werden die Treffen einfach besser planen. Deine Eltern besuchen wir weiterhin regelmäßig oder laden sie zu uns ein. Ihnen wird ein bisschen Abwechslung auch gut tun.

Heidelberg ist eine wunderschöne Stadt.
Ich bin mir sicher, wir werden uns dort wohlfühlen. Die Hauptsache ist, ich finde einen schönen Platz für mein Klavier.

Timo: Und was machen wir mit deiner Arbeit?


Karin: Ach, das ist ja kein Problem!
Ich werde mir auch eine andere Arbeitsstelle suchen, aber das ist nicht so dringend. Ich arbeite doch sowieso nur zwei Tage pro Woche. Es wird sich definitiv etwas ergeben!

Timo: Ohje Karin, ich glaube der Umzug wird richtig anstrengend werden…


Karin: Mach dir doch nicht schon Gedanken um unseren Umzug.


Wir haben ja noch nicht einmal eine neue Wohnung!
Am besten wird es sein, du schreibst der Firma eine Zusage und kündigst deine alte Arbeitsstelle.

Ich schaue nach Wohnungen im Internet.
Wenn wir einige Angebote haben, werden wir sicher die Zeit finden, mal nach Heidelberg zu fahren, um die ganzen Besichtigungen zu machen.



Timo Ok, mein Hase. Ich schreibe denen gleich eine Email.
Ich bin so glücklich!

Karin Super!
Ich suche in der Zwischenzeit schon mal im Internet auf verschiedenen Portalen nach passenden Wohnungen.

Dann schreibe ich einige Wohnungsbesitzer an.
Am Wochenende oder nächste Woche werden wir bestimmt ein bisschen Zeit finden, mal nach Heidelberg zu fahren

und uns einige Wohnungen anzuschauen.
Ach ja, meine zukünftige Wohnung muss auf jeden Fall einen Balkon oder eine Terrasse haben.



Timo: Mir ist eine Garage für mein Auto viel wichtiger.
Aber ich glaube, dass wir uns über solche Kleinigkeiten noch keine Gedanken machen sollten. Wir werden erst einmal die Angebote anschauen und dann werden wir sehen, ob etwas Passendes für uns dabei ist. Hoffen wir, dass ich nicht mein ganzes Gehalt für die Miete brauche. Ach ja, und was wir auf jeden Fall in den nächsten Tagen machen werden: Wir müssen unsere jetzige Wohnung kündigen.

Schreibst du den Brief oder soll ich das machen?


Karin: Ich kann den Brief an unseren Vermieter schreiben.
Du musst nur unterschreiben. Um den Rest werde ich mich kümmern.

Timo: Gut, dass wir noch keine Kinder haben.
Da müssen wir uns wenigstens nicht um Schulwechsel und so ein Zeug kümmern.

Karin: Hm Timo, darüber wollte ich auch mit dir reden.


Timo: Über einen Schulwechsel? Wieso das?


Karin: Ach Quatsch!
Über Kinder! Hast du denn noch nie über Kinder nachgedacht?

Timo: Ja schon, mein Schatz.
Aber hat das nicht noch etwas Zeit? Wollen wir nicht noch eine Weile unsere Freiheit genießen? Und was ist mit Karriere? Kinder bedeuten eine Menge Verantwortung, Pflichten und auch Einschränkungen.



Karin: Du weißt doch, dass ich keine Karrierefrau bin.
Außerdem kann man Karriere immer noch später machen. Für’s Kinderkriegen ist man aber irgendwann zu alt.

Timo Das stimmt, Liebling.
Aber lass uns darüber nochmal reden, wenn alles andere geklärt ist. Das ist ein Riesenschritt. So ein Baby kann man nicht einfach wieder zurückgeben, wenn es zu anstrengend wird. Außerdem bin ich selbst noch ein halbes Kind!

Karin Natürlich kann man das nicht.
Aber das kommt ja auch nicht an Frage. Ok gut, dann kann ich in der Zwischenzeit das Füttern ja schonmal an meinem erwachsenen Kind üben.